Save the Date – Gerontopsychiatrisches Symposium 2021 – Angststörungen im Alter


Am 29. September 2021 findet das Gerontopsychiatrische Symposium mit dem diesjährigen Titel „(Generalisierte) Angststörungen im Alter“ statt.

Angststörungen können die Lebensqualität von Senioren erheblich beeinträchtigen. Unbehandelt verlaufen sie oft chronisch und können zu sozialem Rückzug sowie zu Depressionen, zu Medikamenten- oder zu Alkoholabhängigkeit führen.

Das Symposium wird dieses Jahr hoffentlich wieder in der Akademie des Sports Hannover (Toto-Lotto-Saal) im Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10 sein. Da wir alle das pandemische Geschehen weiterhin schwer vorhersehen können, werden wir ggf. kurzfristig auf online oder Hybridformate übergehen, um möglichst vielen von Ihnen Zugang gewähren zu können.

Wir haben schon die ersten Zusagen von Rednern erhalten. Unter anderem konnten wir Herrn Prof. Dr. med. Detlef E. Dietrich (Ärztlicher Direktor im Ameos Klinikum Hildesheim) und Frau Daniela-Anaida Jitaru (Chefärztin und Leiterin Zentrum Gerontopsychiatrie und Psychotherapie) für die Veranstaltung gewinnen.

Seien Sie gespannt auf weitere namenhafte Redner und viele spannende Vorträge. Markieren Sie sich daher schon heute den 29. September 2021 in Ihrem Kalender oder melden sich gleich an! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Alle notwendigen Informationen rund um die Veranstaltung folgen in Kürze.

Wir freuen uns schon sehr auf den Tag mit Ihnen.

Anmeldungen bitte bis zum 31. August 2021 an: claudia.bubeleber@ambet.de | 0531 2565794

Landesweite Übersicht gerontopsychiatrischer Angebote

Der Fokus unserer Arbeit liegt in der strukturellen Weiterentwicklung und Vernetzung der gerontopsychiatrischen Versorgungsstrukturen in Niedersachsen.

Gemeinsam mit dem Caritas- Forum- Demenz, dem Niedersächsischen Städtetag und dem Niedersächsischen Landkreistag stellen wir die Ergebnisse der gerontopsychiatrischen Angebote in Niedersachsen in einer landesweiten Übersicht zur Verfügung. (Stand 14.05.2021) 

12. Gerontopsychiatrisches Symposium: Extremindividualist*innen in der Gerontopsychiatrie

Wer stört denn da? Extremindividualist*innen in der Gerontopsychiatrie

Es gibt einen Personenkreis, der in kein Versorgungssystem passt: „die Menschen, die keiner haben will“, sogenannte „Systemsprenger*innen“. Diese Extremindividualist*innen werden im Allgemeinen für einen begrenzten Zeitraum in psychiatrischen Kliniken untergebracht und wenn möglich in geschlossene oder „geschützte“ Heime verlegt. Aber was passiert, wenn diese Menschen auch die Systeme der hochstrukturierten Einrichtungen „sprengen“ und dort nicht bleiben können? Diese und weitere Fragen standen während des Symposiums im Vordergrund.

Das 12. Gerontopsychiatrische Symposium konnte auf Grund der aktuellen Pandemie nicht wie gewohnt als ganztägige Veranstaltung in der Akademie des Sports in Hannover stattfinden, sondern wurde in diesem Jahr zum ersten Mal online durchgeführt. Auf der gut besuchten Veranstaltung diskutierten die Teilnehmenden aus verschiedenen Perspektiven über „das System sprengende Personen“. Anja Weiss dokumentierte die vierstündige Veranstaltung durch Graphic Recording (siehe unten).

Nach der Begrüßung durch die Gerontopsychiatrischen Kompetenzzentren und Landesfachstellen Demenz (ambet Kompetenzzentrum Gerontopsychiatrische Beratung und Caritas Forum Demenz) haben Ansgar Piel (Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) und Jeanett Radisch (Landesstelle Psychiatriekoordination Niedersachsen) im ersten Teil der Veranstaltung die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich der Psychiatrie in Niedersachsen dargestellt. Im Anschluss folgte ein Vortrag über „das System sprengende Personen“ von Melanie Bargemann und Lisa Othmer aus dem Caritas Forum Demenz. Im Fokus hierbei stand die Definition der Personengruppe und die Einbettung derselben in die Gesellschaft und das System sowie den damit einhergehenden Problemlagen.

Jeder Workshop stellte eine andere Facette des Themas in den Fokus. Im Anschluss an die interdisziplinäre Diskussion in Kleingruppen wurden Anregungen, Forderungen und Wünsche an das Land, die Kommunen und die Kompetenzzentren formuliert. Ansgar Piel, Astrid Müller (Niedersächsischer Landkreistag), Manuel Stender (Landkreis Hildesheim), Melanie Bargemann und Melissa Braun (ambet Kompetenzzentrum Gerontopsychiatrische Beratung) nahmen die Aufträge aus den Workshops mit in ihre Arbeitsbereiche.

Die Kompetenzzentren nehmen als Impulse der Teilnehmer*innen die folgenden Punkte mit:

• Öffentlichkeitsarbeit in der Bevölkerung und den Kommunen erhöhen

• gesellschaftliche Diskussion zu dem Thema befördern

• Vernetzungsarbeit weiterführen

• schnittstellenübergreifendes Arbeiten intensivieren

Die Gerontopsychiatrischen Kompetenzzentren Niedersachsens werden das Thema der Extremindividualist*innen in der Gerontopsychiatrie in die AG 2 des Landesfachbeirats Psychiatrie Niedersachsen mitnehmen. Das Caritas Forum Demenz wünscht sich die Möglichkeit, gemeinsam mit den notwendigen Akteuren ein Setting entwickeln und testen zu können, in dem Menschen mit hohem individuellen Hilfebedarf eine passgenaue Unterstützung erhalten.

Wir danken allen Referent*innen, Impulsgeber*innen und Teilnehmer*innen für die Teilnahme an unserem ersten online Symposium! Wir hatten viel Spaß und hoffen vor allem, dass Sie neue Erkenntnisse und Anregungen für sich und Ihren Arbeitsalltag mitnehmen konnten.

Die Präsentationen und weiterführende Informationen finden Sie unter Dokumente.

Verrückte Welt?! Wahnhafte Störungen im Alter

Das von ambet e.V. und dem Caritas Forum Demenz veranstaltete Symposium war wieder ein voller Erfolg.

Das mittlerweile 11. Gerontopsychiatrische Symposium in Hannover war mit 190 Teilnehmenden erfolgreich und ausgebucht. Denn auch sein wesentliches Ziel, Fachleuten aus den verschiedensten Bereichen der Gerontopsychiatrie neue Inputs zu vermitteln und Netzwerke auszubauen, konnte erreicht werden. Das nächste Symposium wird bereits konzipiert. Zurecht ist es ein wichtiger Baustein der Öffentlichkeitsarbeit der niedersächsischen Kompetenzzentren im Caritas Hannover sowie Verein ambet Braunschweig.

Auch im Jahr 2019 wurde wieder ein toller Bogen gespannt: Fachvorträge und Podiumsdiskussion gehörten ebenso zum Programm wie das themenbezogene Theaterprogramm sowie ein Tonbeitrag vom Belastungsempfinden einer Angehörigen.

Die Lebenswelten von wahnhaften Störungen wurden somit auf vielfältige Weise beleuchtet, Einblicke und Ausblicke in Wissenschaft und Praxis möglich gemacht. Ein erstes Resümee ist, dass eine gute Vernetzung über verschiedene gerontopsychiatrische Versorgungsstrukturen hinweg, vor allem auch mit Haus- und Fachärzten, unerlässlich ist.

Das Team des gerontopsychiatrischen Kompetenzzentrums und der Beratungsstelle im Verein ambet dankt allen Referierenden und Teilnehmenden gleichermaßen. Es hat uns wieder einen riesen Spaß gemacht!

Alle Vorträge sowie der Tagungsflyer als auch eine zusammengefasste Übersicht der Veranstaltung können im Bereich Dokumente abgerufen werden.

Im nächsten Jahr wird das Caritas Forum Demenz federführender Ausrichter sein. Der Termin steht bereits fest. Planen Sie den 18. November 2020 schon heute ein!

Natürlich freuen wir uns auch über persönliches Feedback. Vorschläge für weitere Veranstaltungen können ebenso an gb@ambet.de geschickt werden.

Qualitätskriterien gerontopsychiatrische Beratung

Das ambet Kompetenzzentrum gerontopsychiatrische Beratung hat in Anlehnung an die wissenschaftlich fundierten Qualitätskriterien der psychoonkologischen Beratung Kriterien erstellt, um qualitätsgesicherte Arbeit in gerontopsychiatrischen Beratungsstellen sicher zu stellen. Vor Veröffentlichung wurden sie mit einer Expertengruppe diskutiert, abgestimmt und angepasst. Die Kriterien sollen auch helfen, sich neu gründenden Stellen einen roten Faden an die Hand zu geben, worauf alles geachtet werden sollte, was geeignete Mitarbeiter ausmacht und wie die Aus- und Fortbildung aussehen kann.
In Kürze wird es zusätzlich einen Vorschlag für ein qualitätsgesichertes Curriculum geben.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Die Kriterien können Sie im Bereich Dokumente finden und herunterladen.

Gerontopsychiatrische Fachberatung

Die Handreichung „Gerontopsychiatrische Fachberatung als Element der kommunalen Daseinsvorsorge“, wurde 2013 mit Akteuren verschiedener Beratungsstrukturen in Südostniedersachsen erstellt. In der Handreichung werden der Stellenwert und die Notwendigkeit der gerontopsychiatrischen Beratung und Fachberatung dargestellt. Sie soll als Handlungshilfe beim Aufbau von gerontopsychiatrischen Beratungsstrukturen dienen. Die Broschüre können Sie im Bereich Dokumente einsehen.